Pearl-Index – Mehr Sicherheit beim Verhüten

Mit dem Pearl Index sicher Sex haben
Der Pearl-Index ist nicht nur ein wohlklingender Name, sondern auch eine Zahl, die Frauen im gebärfähigen Alter Sicherheit gibt. Denn der Pearl-Index sagt aus, wie sicher ein Verhütungsmittel ist – und wie viele Frauen trotz korrekter Anwendung schwanger wurden. Je niedriger die Zahl hinter dem Pearl-Index, desto sicherer ist das gewählte Verhütungsmittel. Allerdings sollte dieser Index mit Verstand behandelt werden, denn alle Verhütungsformen funktionieren etwas anders und manchmal ist der Indexwert durch genaue Kenntnis der Methode noch zu beeinflussen.

Wie funktioniert der Pearl Index?

Alle Verhütungsmethoden werden mit einem Pearl Index in Form einer Zahl verkauft. Bei manchen liegt diese Zahl im 0,-Bereich, bei anderen sind es schon ganze Zahlen. Der Index reicht bis zu einem Wert von 100 und steht dabei für 100 Frauen. Bei einem Index von 4 wurden bei korrekter Anwendung dieser Form von Verhütung 4 Frauen trotzdem schwanger. Genauso verhält es sich auch mit anderen Formen. Nun muss aber beachtet werden, dass der Pearl-Index durch Studien ermittelt wird. Das bedeutet, dass die Frauen auf freiwilliger Basis die Art der Verhütung testen und vorher zwar in die Benutzung eingewiesen werden, doch die Anwendung obliegt ihnen. Eine eher schwierige Methode hätte somit bereits deswegen einen höheren Pearl-Index, da sie fehleranfällig ist – doch wird sie richtig angewendet, könnte der Pearl-Index wesentlich sicherer ausfallen.

Hormonell verhüten – was sagt der Pearl-Index?

Die besten Werte im Pearl-Index scheinen nach wie vor die hormonellen Verhütungsmethoden zu erzielen. Die Antibabypille, die Spirale, der Hormonring und Co. liegen alle relativ ähnlich, bei weniger als einer von 100 Frauen versagen diese Methoden. Nun will aber nicht jede Frau die Pille nehmen, denn Hormone haben Nebenwirkungen. Hormonelle Verhütung erzielt hauptsächlich deswegen so gute Werte, da die Anwendung so einfach ist. Die Methoden an sich sind natürlich sehr sicher, bei korrekter Einnahme einer Pille kann so gut wie nichts mehr passieren, doch auch die korrekte Anwendung ist überhaupt nicht schwierig. Es wird täglich zur gleichen Zeit eine Antibabypille eingenommen oder aber jeden Monat ein neuer Verhütungsring eingesetzt, andere Methoden wie die Spirale erfordern nicht einmal mehr diesen Einsatz. Fehler passieren hier höchstens, wenn eine Tablette vergessen wird oder Medikamente dafür sorgen, dass der hormonelle Schwangerschaftsschutz nachlässt, ohne dass die Frau dies im Hinterkopf hat.

Wie der Pearl-Index hormonfreier Verhütungsmethoden besser werden kann

Zyklusrechner, die symptothermale Methode oder der Cyclotest sind hormonfrei und stellen für den Körper keinerlei Belastung dar. Ob sich die Frau nun für einen einfachen Cyclotest oder eine langfristige Methode wie einen Persona Verhütunsmonitor entscheidet, die potenziell gefährlichen Hormone fallen in jedem Fall weg und sie kann zusätzlich ihren Zyklus im Auge behalten. Doch warum liegen solche Methoden im Pearl-Index hinter den unerwünschten hormonellen Formen des Empfängnisschutzes? Wir wissen mittlerweile, wie der Pearl-Index entsteht: Frauen wenden die Methode an. Und wenn ihnen dabei Fehler unterlaufen, verändert das den Index, obwohl die Methode an sich sehr sicher ist. Insbesondere Geräte wie der Daysy Zykluscomputer oder auch jeder andere Zyklusrechner kann aber mit der Zeit sehr genau bestimmen, wann die fruchtbaren Tage sind. In den Zykluscomputer gibt die Frau über einige Monate, in denen sie noch anderweitig verhüten sollte, ihre Zyklusdaten ein. Dadurch lernt der Zyklusrechner sie kennen und weiß mit der Zeit sogar bei unregelmäßigen Blutungen, wann sie fruchtbar ist. Bei korrekter Anwendung sind auch weitere Methoden wie die symptothermale Methode sicher, besonders in Kombination miteinander. Die Kombination schließt aus, dass eine Methode ungenaue Ergebnisse liefert und die Frau sich ausschließlich auf diese verlässt. Hormonfreier Empfängnisschutz erfordert natürlich eine Auseinandersetzung mit dem eigenen Körper, doch wenn die Frau diese Methoden korrekt einsetzt, sind sie genau so sicher wie hormonelle Alternativen.

Warum es nicht alleine auf den Pearl-Index ankommt

Der Pearl-Index sagt aus, wie hoch das Risiko ist, trotz einer Verhütungsform ein ungewolltes Kind zu riskieren – mit allen Ungenauigkeiten. Doch über Vor- und Nachteile des Empfängnisschutzes sagt dieser Index gar nichts aus. Temperaturmethode und Zyklusberechnung sind eine gute Gelegenheit, den eigenen Körper besser kennen zu lernen und Abweichungen vom normalen Körpergeschehen früh zu erkennen. Hormonelle Verhütungsformen dagegen können positive Auswirkungen haben, sie reduzieren etwa Aknepickel – doch die Risiken sind nicht ohne. Das wird Frauen mittlerweile immer mehr bewusst und sie haben außerhalb der Pubertät somit kaum noch Vorteile durch den hormonellen Schutz vor Schwangerschaft, sodass sie dich doch lieber der hormonfreien Alternative zuwenden und sich den anfänglichen Aufwand gerne machen, den Umgang mit Cyclotest, Daysy, Persona und anderen Verhütungscomputern zu erlernen.

Vergleich des Pearl-Index der gängigsten Verhütungsmethoden

Verhütungsmethode niedrigster Pearl Index höchster Pearl Index
ohne Verhütung 30 85
Antibabypille 0,1 0,9
Persona Verhütungsmonitor 4 4
Cyclotest 2 Plus 1 3
Cyclotest myWay Zykluscomputer 1 3
Daysy Zykluscomputer 0,7 0,7
Kondom 2 12
Chemische Verhütungsmittel 3 21
Coitus interruptus 4 30
Depotspritze 0,3 0,88
Diaphragma 1 20